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"Sein Bestes geben"
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"Sein Bestes geben"

Vatikanisches Dokument zu Kirche und Sport

Der DJK-Sportverband sieht sich durch das vatikanische Dokument „Sein Bestes geben“ in seinem Wirken als der katholische Sportverband in Deutschland bestärkt

Langenfeld (11.06.2018). Erstmalig hat sich der Vatikan in einem umfassenden
Dokument zum modernen Massenphänomen Sport geäußert. Das neue Dokument
„Sein Bestes geben“ der vatikanischen Behörde für Seelsorge-Themen hebt die
positiven Aspekte des Sports wie Fairplay, Freude, Teamgeist und Mut hervor. Der
christlich wertorientierte Sportverband unter katholischem Dach sieht sein
Handlungsfeld genau an dieser Schnittstelle als Brücke zwischen Kirche und Sport.
Das Vatikan-Dokument zum Thema „Kirche und Sport“ weist auf Problemfelder wie Doping
im Sport hin. Ein Thema, das der DJK-Sportverband durch sein ganzheitliches
Präventionsmodell gegen Dopingmissbrauch schon bei Kindern und Jugendlichen ansetzt
und durch Aktionen wie „Farbe bekennen“ Stellung bezieht für einen manipulationsfreien
Sport.
„Wir als DJK-Sportverband sehen uns dem Auftrag „Sport um der Menschen willen“
verpflichtet. Wir sehen uns durch das vatikanische Dokument in unserem Handeln bestärkt,
die Zusammenarbeit von Kirche und Sport weiter voranzutreiben und uns gemeinsam für
Toleranz, Respekt, Fairness, Inklusion und Integration einzusetzen.“ so Elsbeth Beha,
Präsidentin des DJK-Sportverbandes.
Spirituelle Angebote wie Berg-und Inselexerzitien gehören zum Markenzeichen des DJKSportverbandes.
Inklusion und Integration ist fester Bestandteil in zahlreichen DJK-Vereinen
- bundesweit. Seelsorge für Sportlerinnen und Sportler durch Geistliche Beiräte zu leisten
und Sportlergottesdienste zu zelebrieren, ist traditionsreich und etabliert in der
Verbandsstruktur der DJK.
„Der DJK-Sportverband ist in der Vernetzung von Kirche und Sport Profi. Christliche Werte
im Sport und auch über den Sport hinaus zu leben, wird in DJK-Vereinen bundesweit
praktiziert. Unser Ziel ist, dass die Kirche von der DJK spricht, wenn sie über die Verbindung
von Kirche und Sport in Deutschland redet“, sagt Elsbeth Beha.
Verantwortlich für den Inhalt:
Alexandra Schüttler
Pressesprecherin u. Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Herausgeber:
DJK-Sportverband, Bundesgeschäftsstelle
Langenfeld, Zum Stadtbad 31, 40764 Langenfeld
Fon 02173/33668-0, Fax 02173/33668-68
info@djk.de
www.djk.de

Auszüge aus dem vatikanischen Papier zum Sport, übersetzt von Prof. Norbert Müller (Mainz)

„Giving the best of yourself“ – “Gib Dein Bestes”

Eine deutsche Zusammenfassung des Vatikanischen Sportdokuments vom 1.6.2018

 

Die Dicastery for the Laity, Family and Life (“ Dikasterium für die Laien, Familien und das Leben” innerhalb der Kurie) bietet hier der Sportwelt ein nützliches Dokument, welches sich für den „Aufbau eines humanen und immerfort glaubwürdigen Sports“ als nützlich erweist.

 

Dass sich die Kirche mit dem Thema Sport befasst, ist nichts Neues; schon immer zeigte sie besonderes und kontinuierliches Interesse an allen Aktivitäten, die den Menschen im Mittelpunkt haben. In diesem Sinne verweist auch der Titel des Dokuments auf den Wesenskern und den Hauptgrund kirchlichen Interesses und der Hingabe zum Sport.

 

Und tatsächlich bildet der Mensch das Zentrum als Einheit aus Körper und Geist; jede seiner Handlungen, so eben auch die sportliche Betätigung, wird gestützt von einer Reihe von Tugenden und Qualitäten, welche es ihm erlauben, sich über alle Gefahren, die seine menschlichen Handlungen untergraben könnten, zu erheben.

 

Das erste Prinzip, welches sicherlich nicht zufällig aufgegriffen wird, ist „sein Bestes zu geben“. Mehrmals bereits von Papst Franziskus genannt, fordert es besonders junge Menschen auf, sich nicht mit einem „Unentschieden“ im Leben zufrieden zu geben.

 

Sport basiert auf Werten der Hingabe, der Aufopferung und des Gedankens, eigene Grenzen durch harte Arbeit zu überwinden – ohne betrügerisches Verhalten zum Erfolg zu streben. Dies geschieht jedoch nicht um jeden Preis. Es gilt nämlich gleichzeitig auch, mit Niederlagen umgehen zu lernen, ohne sich davon niederschlagen zu lassen.

 

Die fünf Kapitel des Dokuments streben keine vollständige Behandlung aller Aspekte des vielfältigen Themas Sport an. Vielmehr soll eine christliche Perspektive auf den Sport für Sportler, Zuschauer, Sportverantwortliche, Schiedsrichter, Trainer sowie für Familien, Geistliche und Pfarrgemeinden eröffnet werden.

 

Im ersten Kapitel werden Gründe für das Interesse der Kirche am Sport und der Notwendigkeit einer Sportpastoral erläutert. Hierbei wird darauf verwiesen, dass diese Beziehung auf drei Säulen ruht: Dem körperlichen Einsatz, den die Athleten benötigen, um sich verwirklichen zu können, den moralischen Grundsätzen, die ihren Einsatz unterstützen müssen, sowie dem tiefen Wunsch nach Frieden, Brüderlichkeit und Zusammenhalt, der durch den Sport verbreitet werden soll.

 

Im zweiten Kapitel des Dokuments werden hervorstehende Merkmale der Sportwirklichkeit und deren Kontext in der heutigen Gesellschaft beschrieben: Sport als eine Art anthropologische Konstante und als universelles Phänomen, welches mit nahezu allen Kulturen vereinbar ist.

 

Im dritten Kapitel wird die Bedeutsamkeit des Sports für den Menschen vertieft. Beginnend mit Überlegungen zu sportrelevanten Themen, die innerhalb der katholischen Kirche bereits bekannt sind und diskutiert werden (Körper – Seele – Geist), erweitert das Kapitel den Blick auf die Analyse sportspezifischer Eigenschaften; Empfindungen, die Teil der DNA eines Sportlers sind und die oftmals keine Berücksichtigung finden; der persönliche Hingabe, das Verantwortungsbewusstsein, der Respekt vor Regeln, Teamfähigkeit, Freude, Mut, Zusammenhalt und Harmonie.

 

Das vierte Kapitel widmet sich noch ausstehenden Herausforderungen, dem Wunsch, durch Sport zur Verbreitung echter Werte beizutragen. Diese Werte statten jeden Athleten mit dem notwendigen Vermögen aus, den vielen Gefahren des modernen Sports, wie Doping, Korruption oder gewaltbereite Zuschauer, entgegenzutreten.

 

Das fünfte und letzte Kapitel befasst sich mit der Rolle der Kirche als Protagonist auf dem Weg hin zur Humanisierung mit Hilfe des Sports. Zu Hause, in der Familie, auf dem Spielfeld, in der Pfarrgemeinde: Es gibt unzählige Orte, an denen sich eine Sportpastoral verwirklichen lässt. bezogen auf jeden einzelnen Handelnden, egal ob Teilnehmer oder Zuschauer. Das Ziel ist die Förderung der Entwicklung guter Eigenschaften und Tugenden, die einen guten Sportler, einen guten Bürger und einen guten Christen ausmachen.

 

Das ganze Dokument von 53 Seiten einschließlich dem Begleitbrief des Papstes ist in Englisch, Italienisch und Spanisch unter dem Link www.laityfamilylife.va  aufrufbar.